
Eine individuelle und kreative Badausstattung gehört heute zur Wohnkultur. Hersteller, die Badezimmermöbel auf Kundenwunsch produzieren, brauchen deshalb die richtigen Anlagen. Diese Anlagen müssen die viele Varianten beherrschen und die gewünschten Stückzahlen je Schicht liefern. Individuelle Fertigung setzt also Effizienz voraus. Von der Technik dahinter erfordert das Maßarbeit – und Abläufe, Maschinen und Logistik müssen durchdacht zusammenspielen.

Abgestimmt auf Kundenwünsche
„Für die Installation einer Zuschnitt- und Kantenlinie bei einem Kunden war es wichtig, dass seine Ansprüche an Leistung und Bearbeitungsqualität erfüllt werden, und das unabhängig von der Werkstückgröße“, sagt Lukas Scheler, Projektleiter bei IMA Schelling. Als Antwort auf diese Aufgabe entwickelte und lieferte das Unternehmen bereits vor einiger Zeit eine Zuschnitt- und Kantenbearbeitungsanlage für den Badmöbelhersteller. Kürzlich folgte die Installation eines Sortiersystems mit über 9.500 Lagerplätzen. Die maßgeschneiderte Lösung ist auf alle Details des Herstellers abgestimmt: auf die Bauteile, die Prozesse und die Infrastruktur.

Erste Ausbaustufe: Zuschnitt
Im Mittelpunkt des Zuschnitts stehen seither zwei LS 1-Sägen, die im Rundlauf arbeiten. Statt die Zuschnitte mit Portalen umzusetzen, werden sie mit Linearrobotern auf Bürstenflächen manipuliert. Im Betrieb heißt das: 1.350 bis 1.850 Werkstücke pro Säge und Schicht. Dabei verwenden die Sägen bis zu 93,5 Prozent des Materials – auch dank intelligenter Resteverwaltung mit Rückführung ins Flächenlager.

Zweite Ausbaustufe: Kante
Nach dem Zuschnitt gelangen die Werkstücke über eine zweispurige Riemenförderstrecke in einen Rechenpuffer. Er bietet nicht nur Platz für knapp 400 Teile, sondern gleicht auch Taktunterschiede aus und sortiert etikettengerecht vor. Von hier aus werden die Werkstücke automatisch an die Kante übergeben. Die Combina-Kantenbearbeitungsmaschinen hat IMA Schelling auf kurze Taktzeiten und flexible Formate ausgelegt.

















