Herz, Hirn, Steuerung

Was wie ein Ballett aus Werkstücken, Etiketten und Kanten wirkt, wird tatsächlich von IPC.Net gesteuert. Die datenbankbasierte Software-Plattform von IMA Schelling überwacht die gesamte Produktion. Auf dem dazugehörigen Terminal ist alles abrufbar: jeder Arbeitsschritt, jedes Werkstück und jeder Maschinenstatus. Auch Wartungen werden hier zentral geplant, dargestellt und rückgemeldet.

Nächster Schritt: Sortierung

Doch die Geschichte endet nicht hier. Denn dieses Jahr wurde die Linie um eine vollautomatisierte Sortieranlage mit über 9.500 Lagerplätzen erweitert. Die wichtigsten Bausteine dieses Systems sind sechs Roboterzellen, die wiederum aus vier Steckzellen Robort.sort C und zwei Hordenwagenzellen Robot.stack C bestehen. Sie sortieren die Werkstücke systematisch im Einzelteilzugriff und stellen sie zur Kommissionierung bereit. Bei Bedarf können die Roboter auch zwei Teile gleichzeitig bewegen.

Installation im laufendem Betrieb

„Die Sortieranlage wird für den Hersteller künftig ein echter Hebel sein“, sagt Scheler voraus. „Gerade bei Aufträgen mit vielen verschiedenen Teilen sind heute Systeme gefragt, die Werkstücke schnell und zuverlässig zusammenführen. Über sein ERP-System legt unser Kunde fest, welche Werkstücke in welcher Reihenfolge in welchem Wagen gesammelt werden.“ Die Integration dieser Anlage erfolgte im laufenden Betrieb. Das Konzept dahinter profitierte von den Erfahrungen aus dem Kantenkreislauf von Rückführung bis Bauteilverfolgung. Die größte Herausforderung: Die Leistung umsetzen und die Sortieranlage hochfahren, ohne die Fertigung auszubremsen.

Seiten: 1 2 3