Saubere Kanten gewünscht?

 Die DP-Wechselschneiden Konstantin sind einfach zu wechseln und auf 1µm genau.
Die DP-Wechselschneiden Konstantin sind einfach zu wechseln und auf 1µm genau.Bild: Agefa Werkzeug- und Maschinen-Handelsges. mbH

„Wenn aus Ideen Lösungen werden, sind nicht nur unsere Kunden zufrieden, sondern auch wir“, erklärt Sami Äkyuz. Der Produktionsleiter von Seibel und Weyer hat sich mit seinem Bottroper Unternehmen auf Innenausbau, Laden- und Metallbau spezialisiert – und ist mit seinem Statement auf einer Linie mit Davidi-Geschäftsführer Ralf Baßfeld. Denn der gelernte Tischler entwickelt für seine Kunden immer wieder neue Lösungen für den Einsatz von Maschinenwerkzeugen für die Holz-, Kunststoff- und NE-Metallbearbeitung. Für Seibel und Weyer hat er mit Aigner einen Hybridgehrungsverleim-Fräser hergestellt – und zwar in Einzelanfertigung von der Zeichnung bis zum fertigen Werkzeug. PM-DP-Hybridgehrungsverleim-Fräser 45° Konstantin Z2 heißt das Ergebnis.

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Bild: Agefa Werkzeug- und Maschinen-Handelsges. mbH

Werkzeugwechsel ist aufwendig

Bevor es bei Seibel und Weyer integriert wurde, bearbeitete man dort z.B. KS-Bauplatten für den Ladenbau mit Maschinenwerkzeugen, die ausschließlich mit HW-Profilmessern bestückt waren. Aber die Kombination der Werkstoffe einer solchen Platte aus Spanholz, Leim und einer Kunststoffbeschichtung brachte Probleme mit sich: Trotz beidseitiger, wechselbarer Schneide stumpften die Messer schnell ab und mussten häufig komplett ausgetauscht werden. Hinzu kamen eine ausbaufähige Kantenqualität sowie verbesserbare Standzeiten. Und auch die Arbeitsabläufe und Prozesse hatten Luft nach oben, weil zu viele Schritte anfielen, bis man verleimen konnte. Denn nachdem die Kanten gefahren wurden, mussten die Platten von der Maschine zur Säge gebracht werden. Jede einzelne Bauplatte wurde auf den Maschinentisch gelegt, wo eine normale, gerade Gehrung gesägt wurde. Anschließend stieß man die Gehrungen gegeneinander und positionierte sie mit Packband, um sie verleimen zu können. Selbstredend: Das Risiko, die Platten zu beschädigen, stieg mit jeder Bewegung.

 Ralf Baßfeld hat seine eigene Tischfräße angeschmissen, um mit dem Hybridgehrungsverleim-Fräser saubere Eckverbindungen bei unterschiedlichen Materialien zu fertigen (v.l.n.r.: Birke-Multiplex mit HPL-Beschichtung, KS-Bauplatte, MDF-Faserplatte).
Ralf Baßfeld hat seine eigene Tischfräße angeschmissen, um mit dem Hybridgehrungsverleim-Fräser saubere Eckverbindungen bei unterschiedlichen Materialien zu fertigen (v.l.n.r.: Birke-Multiplex mit HPL-Beschichtung, KS-Bauplatte, MDF-Faserplatte).Bild: Agefa Werkzeug- und Maschinen-Handelsges. mbH

Diamantbeschichtet gegen Verschleiß

„Als mich unser für Seibel und Meyer zuständiger Außendienstler darüber informiert hat, wie das Unternehmen Bauplatten bearbeitet, waren wir uns sofort einig“, erinnert sich Baßfeld: „Wir können eine deutlich bessere Lösung anbieten.“ Schließlich hatte Davidi mit seinen Hybridfräsern bereits gute Ergebnisse in holzbearbeitenden Betrieben erzielt, beispielsweise im Fensterbau. Hier konnte man vor allem die Standzeiten spürbar erhöhen. Denn die diamantbeschichteten Schneiden gemeinsam mit HW-Messern verhindern während des Fräsens, dass Leim die Schneidwerkzeuge an der Leimfuge verschleißt. Mit seinen Werkzeugen erzielt Davidi stets glatte Flächen, auch durch die drei verleimten Schichten Holz einer Fensterkantel hindurch.

"Im Teamwork mit den Spezialisten von Aigner bieten wir unseren Kunden eine starke Unterstützung, bei der Umsetzung von innovativen Lösungen im Bereich der Holzbearbeitung."
„Im Teamwork mit den Spezialisten von Aigner bieten wir unseren Kunden eine starke Unterstützung, bei der Umsetzung von innovativen Lösungen im Bereich der Holzbearbeitung.“Bild: Agefa Werkzeug- und Maschinen-Handelsges. mbH

Zwei Partner für schnelle Entwicklung

Dass das Projekt Hybridgehrungsverleim-Fräser schnell umgesetzt werden konnte, liegt an der langjährigen Partnerschaft mit Aigner: Sie fertigten eigens für Seibel und Weyer den Aluminiumkörper. Verbunden damit war der Anspruch, dass das Werkzeug die Vorgaben der Berufsgenossenschaft erfüllt und sich für den MAN-Vorschub eignet. Bei der Entwicklung legte man auch ein besonderes Augenmerk auf die Winkelstellung der DP-Schneiden – denn sind sie nicht perfekt, ist der Anwender mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Damit das Material sauber abtransportiert wird, wurden auch die Größenverhältisse der Spankammern angepasst. Das Sonderwerkzeug ist mit jeweils vier DP-Wechselschneiden und zwei HW-Profilmessern bestückt. Diese Schneiden und Messer gehören zum Sortiment von Aigner, Davidi stellt sie ohne lange Lieferzeiten bereit. Der Anwender kann sie in Eigenregie tauschen.

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