Sicherheit für Mensch und Technik

Neben dem Hauptantrieb betreiben acht weitere Motoren von SEW das Konstrukt: sechs für den Antrieb der Verriegelungen der geschlossenen Tore am Dach, zwei für die beiden Bodenverriegelungen. Bei der Programmierung mussten alle Komponenten genau zusammenarbeiten. Das sei zwar steuerungstechnisch nicht komplex, sagt Soesters, aber sicherheitstechnisch durchaus: „Nicht nur Personen müssen sicher sein, sondern auch die Halle und die Tore.“ Sensoren an den Drehzapfen überwachen den Öffnungswinkel der Flügel und verhindern, dass die Räder von den Schienen rutschen. Auch das Überheben gegen Begrenzungen vermeiden sie. Zudem öffnen sich die Tore nur, wenn drei Personen gleichzeitig bestimmte Schalter bedienen – ein Beitrag zur Sicherheit von Mensch und Technik.

Ein ausgezeichnetes Projekt

Nur sieben Monate vergingen zwischen dem Abriss der Grünen Raupe und der Inbetriebnahme des neuen Hangars. Die neue Konstruktion vereint Architektur mit Schwermaschinenbau und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: mit dem Architekturpreis NRW etwa oder dem Ernst-und-Sohn-Ingenieurbaupreis. 2024 wurde zudem ein Luftschiff vom Typ Zeppelin NT dauerhaft im Hangar stationiert. Damit bleibt der Standort Essen/Mülheim ein besonderer Ort – für Luftschiffe genauso wie für Veranstaltungen.

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